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Tipps & Leitfäden · Für alle

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Bienenweide und Tracht im Jahreslauf

Bienen sind genau so stark wie die Tracht um sie herum. Honig kommt vom Nektar und die Volksentwicklung vom Pollen — und beides hängt von den Pflanzen im Flugkreis deiner Bienen ab (etwa ein Radius von 3 km). Ein Imker, der die Tracht auf seinem Boden kennt, weiß, wann er das Volk erweitern, wann er einen Honigraum aufsetzen und wann er füttern muss. So sieht das Imkerjahr aus der Sicht der Pflanzen aus.

Nektar und Pollen — zwei verschiedene Dinge

Nektar ist der süße Saft der Blüten, den die Bienen in Honig verwandeln — er ist die Energie des Volkes und der Rohstoff für deinen Ertrag. Pollen ist Eiweißnahrung, unentbehrlich für die Aufzucht der Brut; ohne genügend Pollen verlangsamt die Königin ihre Stiftung. Manche Pflanzen geben reichlich Nektar, andere vor allem Pollen, und die wertvollsten geben beides. Über die Saison brauchst du eine Mischung, nicht nur eine einzige große Tracht.

Zeitiges Frühjahr — die Tracht, die die Entwicklung antreibt

Die ersten Pflanzen sind keine große Honigtracht, aber sie sind entscheidend, weil sie die Frühjahrsbrut in Gang setzen:

Die wichtigsten Honigtrachten

Das sind die Trachten, von denen du Honig erntest, und die, um die herum du die ganze Saison planst:

Späte Tracht und Honigtau

Im Spätsommer und Herbst wird die Tracht dünner, doch es gibt wertvolle Quellen. Phacelia und Buchweizen werden manchmal eigens für die Bienen gesät und verlängern die Tracht. Honigtau ist keine Blütentracht — die Bienen sammeln ihn von Blättern, wenn zuckrige Ausscheidungen darauf liegen; er gibt einen dunkleren Honig, doch dieser Honig eignet sich nicht als Winterfutter, weil er den Darm der Bienen belastet. Späte Tracht ist wichtig, weil sie die Vorräte vor dem Winter füllt und die Brut am Laufen hält.

Pflanze etwas für die Bienen

Wenn du Land hast, kannst du die Tracht selbst verbessern. Phacelia, Buchweizen, Klee, Salbei, Lavendel, Sonnenblume und allerlei wilde Trachtpflanzen ernähren die Bienen, und schon ein paar im Garten machen einen Unterschied für Bestäuber allgemein. Vermeide es, blühendes Unkraut tagsüber zu mähen, solange die Bienen fliegen, und behandle blühende Pflanzen niemals mit Insektiziden.

Wasser ist Teil der Tracht

Bienen brauchen Wasser ebenso sehr wie Nektar — um die Beute zu kühlen und das Futter zu verdünnen. Wenn es in der Nähe keine natürliche Quelle gibt, richte eine Tränke mit schwimmenden Brettchen oder Kieselsteinen ein, damit die Bienen nicht ertrinken. Besser, deine Bienen trinken bei dir als im Pool des Nachbarn.

Verfolge deine Tracht von Jahr zu Jahr

Die Blütezeiten wiederholen sich, aber jedes Jahr verschieben sie sich mit der Witterung. Wenn du festhältst, wann jede Pflanze geblüht hat und wie das Volk reagiert hat, baust du dir innerhalb weniger Saisons deinen eigenen „Trachtkalender“ für deinen Boden auf — unbezahlbar für die Planung. In der bee-keeper-App hältst du Beobachtungen und Daten zu jeder Beute und jedem Bienenstand fest, sodass sich das Bild deiner Tracht über die Jahre von selbst zusammenfügt.

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