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Tipps & Leitfäden · Für alle

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Honig ernten und Honigsorten

Die Ernte ist der Moment, auf den du das ganze Jahr hinarbeitest — und genau hier werden die Fehler gemacht, die die Honigqualität ruinieren. Der größte ist Ungeduld. Zu früh geschleuderter Honig, der noch unreif ist, hat zu viel Feuchtigkeit, gärt schnell und verdirbt. Guter Honig beginnt mit Geduld.

Wann der Honig reif ist

Der Honig ist reif, wenn die Bienen das überschüssige Wasser verdunstet und die Zellen mit Wachs verdeckelt haben. Faustregel: Ernte erst, wenn mindestens 2/3 bis 3/4 des Rähmchens verdeckelt ist. Verdeckelter Honig hat eine Feuchtigkeit unter etwa 18–20%, was ihn haltbar macht. Wenn du unverdeckelten Honig erntest, riskierst du nassen Honig, der gärt. Wenn du ein Refraktometer hast, lässt sich die Feuchtigkeit vor der Ernte leicht prüfen.

Wie man richtig erntet

Der Ablauf in Kürze:

Arbeite in einem sauberen, geschlossenen Raum — der Honiggeruch lockt Bienen an und löst Räuberei aus.

Honigsorten in unserer Region

Lagerung und Kristallisation

Lagere Honig in gut verschlossenen Glas- oder lebensmittelechten Behältern, an einem dunklen, trockenen Ort bei Zimmertemperatur. Die Kristallisation ist natürlich und KEIN Zeichen von Verderb — fast jeder echte Honig kristallisiert früher oder später. Wenn du ihn wieder flüssig machen willst, erwärme ihn sanft (bis 40 °C, im Wasserbad); überhitze ihn niemals, denn hohe Temperatur zerstört die wertvollen Inhaltsstoffe.

Sauberer Honig, reines Gewissen

Ernte niemals Honig aus Zargen, die mit einem Mittel behandelt wurden, bevor die Wartezeit verstrichen ist, und vermische keine Zuckervorräte mit echtem Honig. Protokolliere nach der Ernte den Ertrag je Beute und die Honigsorte in der App — über die Jahre siehst du, welche Völker und welche Tracht dir am meisten wert sind, und behältst leicht den Überblick über deine Gesamternte.

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